Haarausfall vorbeugen

Man kann dem Haarausfall (nur) bedingt vorbeugen

Haarausfall kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Leider ist nicht bei allen Formen des Haarausfalls eine wirksame Prophylaxe möglich. Wenn man allerdings einige Tipps beherzigt, kann man die Wahrscheinlichkeit des Haarverlustes zumindest etwas reduzieren.

Nährstoffe können helfen

Wenn Haare gesund bleiben sollen, benötigen sie eine ganze Reihe von Nährstoffen. Hier sind vor allem B-Vitamine hervorzuheben, durch die Haare stärker, glänzender und belastbarer werden. Da Haarausfall auch durch verschiedene Infektionen verursacht werden kann, ist als Prophylaxe vor allem Biotin wichtig. Die auch als Vitamin B7 oder Vitamin H bekannte Substanz schützt die Haarwurzeln nämlich gezielt vor Entzündungen. Biotinmangel kann sogar direkt zum Haarausfall führen. Wichtig ist zudem die ausreichende Zufuhr von Aminosäuren wie Cystein, Arginin und Glutamin, die vom Körper teilweise – vor allem im Alter – nicht immer in ausreichender Menge hergestellt werden können. Haare benötigen außerdem Spurenelemente. Besonders wichtig sind hier Zink – das wie Biotin Entzündungen vorbeugen kann – und Eisen. Gerade bei einseitiger Ernährung oder Diäten sind diese Stoffe unter Umständen nicht oder in nicht ausreichender Menge vorhanden. Abhilfe können hier gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel schaffen. Es muss allerdings hervorgehoben werden, dass die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen nur bei bestimmten Formen des Haarausfalls prophylaktisch wirkt.

Übermäßigen Stress vermeiden

Es scheint einen Zusammenhang von zu viel Stress und einigen Arten des Haarausfalls zu geben. So gilt es als weitestgehend gesichert, dass diffuse Alopezie, bei der überall auf dem Kopf Haare ausfallen, auch durch Stress entstehen kann. Einige medizinische Studien deuten zudem darauf hin, dass Stress kreisrunden Haarausfall (Alopecia circumscripta) verschlimmern oder sogar auslösen kann. Bei dieser entzündlichen Haarausfallerkrankung entstehen in bestimmten Kopfregionen runde, kahle Stellen.

Gelassenheit statt Stress

Wissenschaftliche Studien, die an Berliner Charité und an der Universitätsklinik in Hamburg durchgeführt wurden, zeigen ferner, dass Stress allgemein den Haarzyklus negativ beeinflußen kann. Durch zu viel Stress können sich nämlich nicht nur die Haarwurzeln entzünden. Es ist zudem möglich, dass sich die Wachstumsphasen der Haare verkürzen. Das Ergebnis: Die Haare fallen (früher) aus. Da übermäßiger Stress allgemein – vor allem wenn der Mensch ihm über einen längeren Zeitraum ausgesetzt ist – höchst ungesund ist, sollte man ihn nicht nur seinen Haaren zuliebe tunlichst vermeiden.

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