Die wichtigsten Nährstoffe für das Haar

Warum sind Nährstoffe für das Haar so wichtig?

Haare benötigen zum gesunden Wachstum Nährstoffe wie Vitamine, Aminosäuren und Spurenelemente. Erhalten sie diese nicht oder nicht in ausreichenden Mengen werden die Haarfolikel kleiner und dünner oder die Haare beginnen sogar auszufallen. Viele Formen des Haarausfalls können durch Nährstoffe, wie sie auch in geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln zu finden sind, erfolgreich gemindert werden. So zeigte etwas eine Studie des schweizerischen Universitätsspitals Zürich bei diffusem Haarausfall die Wirksamkeit eines Präparates, das B-Vitamine und Cystin – welches durch die Oxidation von zwei Molekülen der Aminosäure Cystein entsteht – enthielt. Der Studienleiter empfahl die Zuführung der Nährstoffe zudem als Ergänzung einer bei androgenem Haarausfall durchgeführten Therapie. Einige Nährstoffe spielen für das Haar eine besonders große Rolle:

B-Vitamine

Praktisch alle Vitamine der B-Gruppe sind für gesundes Haar und Haarwachstum wichtig. Hervorzuheben sind hier besonders Vitamin B3 (Niacin bzw. Nicotinsäure), Vitamin B5 (Pantothensäure), Vitamin B6 (Pyridoxin) sowie Vitamin B7 (Biotin). Durch ihre Zufuhr wird nicht nur das Haar gestärkt, sondern auch der Stoffwechsel in den Haarwurzeln initiiert und gesteuert. Besonders notwendig ist die aktive Form des Vitamins B6, Pyridoxalphosphat, da dieses für so gut wie alle Umwandlungsreaktionen von Aminosäuren notwendig ist. Wichtig ist gerade Biotin, das auch als Vitamin H bezeichnet wird. Es sorgt dafür, dass das Haar widerstandsfähig bleibt und seinen Glanz behält. Außerdem beugt es Entzündungen der Haarwurzeln vor, die zu Haarverlust führen könnten. Typische Symptome bei Biotinmangel sind unter anderem der Ausfall und die Farbveränderung von Haaren.

Methionin / Cystein

Haare bestehen zu großen Teilen aus Keratin. Ist Keratin nicht in ausreichender Menge vorhanden, werden Haare leicht brüchig und weniger widerstandsfähig. Keratin wird vor allem aus schwefelhaltigen Aminosäuren gebildet, von denen die beiden wichtigsten Methionin und Cystein sind. Schwefelhaltige Aminosäuren wie Methionin / Cystein können nicht nur lange Ketten bilden, sondern auch solche, die miteinander chemische Bindungen eingehen können. Durch diese zusätzliche Vernetzung mit Hilfe von sogenannten Disulfidbrücken können mit den Aminosäuren Methionin / Cystein besonders widerstandsfähige Strukturen gebildet werden, die dem Haar eine größere Festigkeit verleihen. Während in der Vergangenheit häufig auf Cystein gesetzt wurde, scheint sich in letzter Zeit die Aminosäure Methionin in Kombi-Produkten gegen Haarausfall immer mehr in den Vordergrund zu spielen.

 

Aminosaeure Arginin

Arginin

Die Aminosäure Arginin ist für Haare wichtig, weil sie für eine bessere Durchblutung der Haarwurzeln sorgt. So werden die Haare besser mit Nährstoffen versorgt und wachsen dadurch besser. Zwar kann der menschliche Körper Arginin prinzipiell selbst herstellen. Allerdings geschieht dieses nicht immer in ausreichender Menge. Untersuchungen zeigen, dass die körpereigene Produktion vor allem bei Stress und verschiedenen Krankheiten ungenügend ist, sodass eine externe Zufuhr notwendig ist.

Glutamin

Auch die Aminosäure Glutamin bzw. die daraus gebildete Glutaminsäure trägt zum Haarwachstum bei. Der Körper ist in der Lage sie selbst zu erzeugen, schafft dieses aber ab einem gewissen Alter und bei zusätzlichen Belastungen unter Umständen nicht mehr in genügender Menge.

Zink

Das Spurenelement Zink kommt den Haaren gleich in mehrfacher Hinsicht zugute. Denn es sorgt nicht nur für eine schnellere Neubildung von Haarzellen und für eine Förderung des Haarwachstums. Es ist auch maßgeblich an der Bildung von Keratin beteiligt und schützt zudem die Haarwurzeln – ähnlich wie Biotin – vor Entzündungen. Zink wird zudem für die Bildung von Kollagen benötigt, die für das nötige Bindegewebe sorgen, in denen sich Haare bzw. Haarwurzeln befinden. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die Zink enthalten, ist gleich aus mehreren Gründen zu empfehlen. Erstens kommt ernährungsbedingter Zinkmangel in unseren Breitengraden zunehmend häufiger vor. Zweitens wird das essentielle Spurenelement nicht vom Körper gespeichert und muss ihm deshalb regelmäßig zugeführt werden.

Eisen

Diverse Studien zeigen, dass Eisenmangel zu Haarausfall führt. Denn das Spurenelement Eisen ist als Bestandteil von Hämoglobin für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich. Ohne Sauerstoff ist aber kein Wachstum möglich. Besonders für Vegetarier sind eisenhaltige Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen. Unterstützend wirkt hier übrigens Vitamin C (Ascorbinsäure), das dafür sorgt, dass sich das Eisen überhaupt erst an die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) binden und so zu den Haaren gelangen kann.

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